Kommunaler Index für Inklusion

Vielfalt erkennen, wertschätzen und nutzen

Inklusionsprojekt Wiener Neudorf
Grafik: Mag. Dr. Maria-Luise Braunsteiner, Pädagogische Hochschule NÖ

Mit dem Projekt Kommunaler Index für Inklusion möchte die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft Inklusion als Leitbild für werteorientiertes Denken und Handeln in Einrichtungen und Organisationen auf kommunaler und regionaler Ebene stärken und Veränderungsprozesse initiieren.

Die Inklusion aller Bürgerinnen und Bürger im kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Geflecht des Gemeinwesens findet in erster Linie vor Ort, also in den Kommunen statt. Die Partizipation und Kooperation von Einrichtungen, Organisationen und Akteuren bei der Gestaltung des Zusammenlebens im Sozialraum ist ein zentrales Element unserer demokratischen Gesellschaft.

Neben der Arbeit mit dem Index für Inklusion in Bildungseinrichtungen unterstützt die Stiftung daher mit dem Kommunalen Index für Inklusion auch Mitarbeiter und Verantwortliche in beispielsweise freien und gemeinnützigen Organisationen, Verbänden, Vereinen, Verwaltungen und Kirchen dabei, inklusives Handeln in ihren Aufgabenfeldern umzusetzen und somit Inklusion im Lebens- und Arbeitsumfelder bewusst zu leben.

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit der Stiftung mit den Einrichtungen in den Pilotkommunen liegt in der Prozessberatung durch Moderatoren. Diese begleiteten Akteure und Organisationen vor Ort bei der Entwicklung inklusiver Vorhaben sowie bei der konkreten Arbeit mit dem Arbeitsbuch Kommunaler Index für Inklusion. Ein besonderes Augenmerk lag hierbei in der Ausweitung und Förderung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

Auf der Grundlage der Erfahrungen aus der Arbeit mit den Pilotkommunen hat die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft das Handbuch 'Kommunaler Index für Inklusion' erstellt. Das Handbuch soll als ein wertschätzendes, Mut machendes Selbstentwicklungs- und Selbstevaluationsinstrument dienen, das ein Angebot auch für andere Organisationen, Institutionen, Einrichtungen und Kommunen ist, sich mit ihren jeweils drängenden Themen und ihrem Zusammenwirken auf kommunaler Ebene – insbesondere im Hinblick auf die Chancengerechtigkeit aller – zu beschäftigen und damit Inklusion zu leben.

Folgende Pilotkommunen und Einrichtungen konnten für eine Kooperation mit der Stiftung gewonnen werden:

  • Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid (Nordrhein-Westfalen): Steuergruppe mit Vertretern aus dem Förderverein der Grundschule Wolperath-Schönau, der Grundschule Wolperath-Schönau, dem Kinder- und Jugendparlament, Bürgern mit Migrationshintergrund, Kirchengemeinden, dem Beirat für Zukunftsfragen, dem Schul- und Familienamt der Gemeinde und dem Sportverein.
  • Stadt Hennef (Nordrhein-Westfalen): Steuergruppe mit Vertretern des Vereins Schule für alle e. V., dem StadtSportVerband Hennef, dem Verein betreute Schulen e. V., der Stadt Hennef und der Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe und Schule.
  • Bonn-Beuel (Nordrhein-Westfalen): Steuergruppe mit Vertretern der Jugendfarm Bonn e. V., dem Diakonischen Werk Bonn und der Region gGmbH, der Stadt Bonn sowie verschiedenen Einrichtungen, Schulen und Kindergärten „rund um die Gartenschule“.
  • Eitorf (Nordrhein-Westfalen): Schule erleben in Harmonie - Verein der Freunde und Förderer der Gemeinschaftsgrundschule Eitorf-Harmonie e. V.
  • Lindau (Schleswig-Holstein): Gemeinde Lindau
  • Ludwigsburg/Reutlingen (Baden-Württemberg): Projekt IQUAnet - Arbeitsgemeinschaft Integration Reutlingen e. V. und Evangelische Hochschule Ludwigsburg
  • Wiener Neudorf (Österreich): Gemeinde Wiener Neudorf und die Steuergruppe für die Leitbildentwicklung in der Gemeinde

Darüber hinaus arbeitet die Stiftung mit einer Vielzahl von Akteuren in Kommunen, Einrichtungen und Projektgruppen zusammen, die mit dem Arbeitsbuch arbeiten und deren Erfahrungen in das Handbuch einfließen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Projektgruppe Bremen Tenever
  • Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren Bremen (Fachteams Inklusion)
  • Projektgruppe "Index für Inklusion" für Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland
  • Landschaftsverband Rheinland (LVR)
  • Projekt Inklusive Menschenrechte, Lüneburg
  • Projekt Lines, Osterholz-Scharmbeck
  • uvm.

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